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Wachstum der Nodienkulturen auf sterilem Nährboden

Wie bereits erwähnt, wachsen die Nodienkulturen sehr viel schneller, als Pflanzen, die aus Samen gezogen werden. Daher kann man schon nach eineinhalb Monaten ein deutliches Wachstum erkennen. Dabei ist auffällig, dass nicht alle Nodienzellen sich zu eigenen Pflänzchen ausdifferenzieren. Bei manchen Stengelstückchen bildet sich aus den Nodienzellen einfach ein neuer Blütentrieb. Ob nun ein Ableger oder eine neuer Blütentrieb entsteht, ist schon nach einen Monat deutlich zu erkennen. Aus meinen Nodienversuchen, würde ich sagen dass, ca. ein Drittel der Stengelstückchen statt Ableger neue Blütentriebe ausbilden. Verwirft man diese jedoch nicht sofort, sondern lässt sie weiter auf sterilem Nährboden wachsen, so bilden diese oft doch noch seitlich am Blütentriebansatz ein Kindel aus. Zur Veranschaulichung hier ein paar Fotos:



Die beiden linken Bilder zeigen das Wachstum von Blättern aus den Nodienzellen. Das heißt, hier entsteht eine neue Pflanze. Und somit genau das, was wir erreichen wollten. Wohingegen auf dem rechten Bild ein neuer Blütentrieb aus den Nodienzellen gebildet wurde.

 

(Da ich durch das häufige Umlegen der Kulturen auf neuen Nährboden einen zu hohen Verschleiß an Reagenzgläsern hatte, bin ich irgendwann auf plastik Röhrchen umgestiegen. Diese gibts auch im Internet zu kaufen. Wichtig ist darauf zu achten das diese steril sind.)

 

Denn wie bereits im vorherigem Blogeintrag erwähnt, scheiden meine Kulturen selbst nach 1.5 Monaten immer noch phenolische Stoffe aus. Dies ist auf dem linken Bilde nochmals zu sehen. Der Pfeil zeigt auf die schwarze Verfärbung des Nährbodens rund um die Schnittstelle des Stengels.

 

Um das Problem mit dem häufigen Umlegen halbwegs in den Griff zu bekommen, habe ich daher gemörserte Holzkohle mit in den Nährboden gemischt. Die Holzkohle soll die phenolischen Giftstoffe binden und somit die Pflanze schützen.

 

Die Holzkohle erhält man in jedem Baumarkt. Es ist wichtig, diese möglichst fein zu zermahlen um ein großes Oberflächen zu Volumen Verhältnis zu schaffen. Zerkleinert habe ich die Holzkohlen Stückchen in einem Kermaik Mörser.


 

Ich verwende für meinen Nährboden 20g/l Holzkohle. Das Medium ist somit nach dem Autoklavieren nicht mehr weiß sondern schwarz. Als weiteren Zusatz verwende ich 30g/l Maltrodextrin. Maltrodextrin ist nichts anderes als reiner Zucker welcher von der Pflanze gerne verstoffwechselt wird. Somit wird das Pflanzenwachstum zusätzlich gefördert. Maltrodextrin ist in Apotheken erhällich. Es sollte kühl gelagert werden.

 

Alle Komponenten des derzeitigen Mediums habe ich in folgender Tabelle aufgeführt:

  1 Liter
Multiplikationsmedium  25.28g
Agar-Agar 30.00g
Aktivkohle 20.00g
Maltrodextrin 30.00g

Durch diese Zusätze wurde es mir möglich, meine Pflänzchen nur noch 1x pro Woche auf neuen Nährboden umzulegen.

 

Hier nochmals ein paar Bilder von den Kulturen, welche ich gerade mit einer Pinzette auf neuen Nährboden umlegen wollte.

Weitere Fotos und Berichte zur Entwicklung der Nodienkulturen folgen....

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