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Anwendung der Keiki Paste auf Nodienzellen

Die Klonierung von Phalaenopsis Orchideen durch Verwendung der Keiki Paste ist wesentlich einfacher als über Nährmedium. Denn die Paste wird einfach einmalig auf den Blütentrieben aufgetragen. Die gesamte Entwicklung des Ablegers (Kindels) wird dann von der Mutterpflanze durchgeführt. Das heißt, solange es dieser gut geht, versorgt sie das Kindel mit allen benötigten Nährstoffen für das Wachstum. 

 

Ich habe von dieser Paste auch erst vor Kurzem durch eine Bekannte erfahren und musste sie mir natürlich sofort kaufen:

Man erhält sie ganz einfach bei Ebay. Der Hersteller heißt HollandHerbs. Ich habe für dieses 10g Döschen 21.95€ gezahlt. 10g hört sich zunächst nach nicht sehr viel an, aber Ihr könnt mir glauben, dass ist mehr als genug. Man verwendet nur so wenig für die Applikation auf die Nodienzellen, dass ich dieses Döschen sicher nie aufbrauchen kann. Die Paste besteht aus zwei Komponenten. Einmal Wollwachs (Lanolin) was einzig für die Streichfähigkeit verwendet wird und die eigentliche Komponente Benzylaminopurin (BAP), ein Phytohormon, welches die Nodienzellen zur Zellteilung anregt. 

 

Die Anwendung der Paste ist sehr simple. Zunächst muss das Hüllblatt über den Nodienzellen entfernt werden. Genaueres dazu könnt ihr im vorherigen Blogartikel nachlesen. Dann gibt man einfach etwas Keiki Paste mit dem Zahnstocher auf die darunter liegenden Nodienzellen. Es muss nicht unbedingt eine dicke Schicht aufgetragen werden, denn das Wollwachs bleibt über Wochen hin beständig und trocknet nicht ein. Hier ein paar Bilder zur Anwendung:

1) Blütentrieb mit Hüllblatt. 2) Blütentrieb ohne Hüllblatt. Die Nodienzellen liegen frei. 3) Aufgetragene Keiki Paste auf den Nodienzellen. 

Wie auf obigen Bildern schön zu sehen ist, kann man schon nach weniger als einem Monat ein deutliches Zellwachstum feststellen. Noch ist leider nicht genau zu sagen, ob sich daraus ein neuer Blütentrieb oder ein Kindel entwickelt. Denn ähnlich wie bei der anderen Methode mit sterilem Nährboden, ist auch hier beides möglich. Natürlich würde ich mich über einen Ableger sehr viel mehr freuen als über einen neuen Blütentrieb. Naja, ich werde euch natürlich über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten ;-) 

 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass es besser ist, nur kräftige Phalaenopsis Pflanzen für die Anwendung mit Keiki Paste zu verwenden. Bei Pflanzen die nicht vital aussehen (schlappe oder gelbe Blätter sowie faulige Wurzeln) hat eine Applikation der Paste auf die Nodienzellen keinen Effekt. Hier ist auch nach mehreren Monaten kein Wachstum sichtbar. 

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