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Weitere Optimierungen: Kunstlicht, neuer Nährboden, größeres Kulturgefäß

Wie bereits mehrfach erwähnt, steht mir nur wenig Platz am Fenster für meine Pflänzchen zur Verfügung. Eine Alternative zum echten Sonnenlicht ist daher die Kultivierung  unter künstlichem Licht. In einem vorherigem Blog Artikel habe ich bereits einiges bezüglich der Lampen und Lichtspektren geschrieben. Auf folgendem Foto wird die Verwendung verschiedener Lampen zur Kultivierung der Pflänzchen nochmals sehr deutlich.

 

Da die Pflänzchen immer größer werden, benötige ich auch immer mehr Platz um diese optimal zu kultivieren. So ist nach einigem überlegen diese zweistöckige Lichtbank entstanden.

 

Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich im unteren Stockwerk lediglich die FLUORA Leuchtstoffröhre von Osram eingebaut, wohingegen im oberen Stockwerk sowohl die FLUORA Leuchtstoffröhre  als auch die Daylight Leuchtstoffröhre von Osram eingebaut sind. Man erkennt sehr schön den optischen Unterschied beider Bleuchtungsarten. Die Kombination beider Lampen im oberen Stockwerk ergibt ein Lichtspektrum was dem des echten Sonnenlichtes viel näher kommt. Daher stehen meine Pflänzchen auch alle im oberen Stockwerk.

 

Mit einer Zeitschaltuhr bekommen die Pflanzen 12 Stunden täglich Licht. Jedes Kulturglas trägt ein Label auf dem vermerkt ist, wann die Pflanzen zuletzt auf frischem Nährboden umgelegt wurden. Durchschnittlich lege ich sie alle 5 Monate um.

 

Auf dem Bild erkennt man ebenfalls, dass ich zwei verschiedene Nährböden für meine Orchideen verwende.

 

Wie bereits in einem anderen Blog Artikel über Nodienkulturen beschrieben, eignet sich das Murashige & Skoog Basis-Medium sehr gut für die Kultivierung von Orchideen. Ich habe diesen Nährboden noch nie für die Samenkeimung getestet, kann ihn aber sehr für die Kultivierung von Orchideen ab dem ersten Jahr empfehlen. Ich füge dem Nährboden noch Maltrodextrin und Pepton hinzu. Aktivkohle könnte man auch zugeben, in diesem Fall funktioniert es aber auch ohne. Daher sieht dieser Nährboden, im Vergleich zu dem schwarzen p6668, weiß aus. Dies ist auf folgenden Bildern schön zu sehen. 

Da die Pflänzchen vergleichsweise sogar besser auf den neuen als auf dem alten Nährboden wuchsen, hatten sie schon bald nicht mehr ausreichend Platz in den Marmeladen und Essiggurkengläsern. Teilweise falteten sich die Blätter sogar ziehamonika mäßig auf, da sie nicht weiter in die Höhe wachsen konnten. Es musste also Abhilfe geschaffen werden. So habe ich kurzerhand 10 x 5 Liter Einweckgläser mit den entsprechenden Deckeln im Internet bestellt. Dabei zu beachten ist nur, dass der Deckel einen Dichtungsgummi Ring besitzt. Da die großen Gläser natürlich nicht mehr in den Schnellkochtopf passen, muss man diese nun etwas umständlich unter der Sterilbank innen und außen desinfezieren und den Nährboden in seperaten Gefäßen autoklavieren. 

 

Anschließend habe ich die besonders großen Orchideen in diese neuen Kulturgefäße umgelegt. Hier ein paar Bilder zum direkten Größenvergleich der neuen 5 Liter Gläser mit den alten Marmeladen-  Essiggurkengläsern.

Obwohl es den Orchideen sehr gut in diesen größeren Gläsern ging, war mir natürlich klar, dass es nur eine vorrübergehende Lösung ist. Irgendwann wird auch hier der Platz limitierend werden. Ich habe einfach versucht, die Orchideen so lange wie möglich in Sterilkultur zu züchten, damit sie hohe Überlebenschancen bei der späteren Akklimatisierung haben. Denn all die vorrangegangenen Akklimatisierungsversuche habe mir gezeigt, dass große und somit auch kräftige Pflänzchen eher überleben als kleine und schwache...

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