Haltung der Topfkulturen

Nachfolgend möchte ich ein paar Tipps für die richtige Haltung und Kultivierung der Orchideen Jungpflanzen in der Topfkultur geben.

 

Umtopfen:

 

Um ein gutes Mikroklima im Kulturtopf zu gewährleisten, habe ich Anfangs bis zu vier der Orchideen Jungpflanzen gemeinsam in einen Topf gepflanzt. Wie man Orchideen richtig umtopft ist in einem vorherigen Blogartikel nachzulesen. Hier seht ihr ein Bild zu den Töpfen sowie den grünen Wannen die ich beide im Gartenzenter Dehner gekauft habe. Das rechte Bild zeigt Gemeinschaftstöpfe mit mehreren Orchideen Jungpflanzen. 

 

 


 

Trotz des Mikroklimas benötigen die Orchideen für die Umstellung der Kulturbedingungen (vorher steril im Glas jetzt unsertil im Topf) viel Zeit. Meine Orchideen Jungpflanzen haben fast drei Monate gebraucht um sich an die neue Umgebung anzupassen. So waren die Blätter in den ersten zwei Monaten extrem schlapp und runzelig. Erst nach acht Wochen haben sie wieder an Spannkraft gewonnen. Nach drei Monaten konnte ich ein Wachstum der Blätter und Wurzeln beobachten.

 

Circa neun Monate nach dem Auspickieren der Jungpflanzen in die Gemeinschaftstöpfe habe ich diese dann aus Platzmangel Gründen in einzelne Töpfe umgepflanzt (siehe Gemeinschaftstopf obiges Bild). Dies hat ihnen wiederum überhauptnichts ausgemacht. Sie sind einfach munter weitergewachsen. Hier ein Bild welches ich direkt nach dem Umtopfen der Jungpflanzen in einzelne Töpfe aufgenommen habe.

 

Im Durchschnitt sollte man Orchideen alle drei Jahre umtopfen. Dabei muss man nicht immer einen größeren Topf verwenden. Es geht vielmehr darum, das Substrat zu erneuern, welches nach drei Jahren schon sehr zersetzt ist. Wenn man jedoch sieht, das die Wurzeln im Topf keinen Platz mehr haben und sich vermehrt Luftwurzeln ausbilden, sollte man die Orchidee in einen größeren Topf umsetzen. 

 

Standortwahl:

 

Im Laufe der Kultivierung ist mir aufgefallen, dass die Himmelsausrichtung des Standortes  einen hohen Einfluss auf die Blattfarbe der Orchideen hat. Da ich sehr viele Topfkulturen besitze, habe ich diese an verschiedene Fenster im Haus verteilt. Manche davon sind nach Süden, andere nach Westen ausgerichtet. Wie auf folgenden Bild zu sehen ist, sind die Blätter der Orchidee welche nur abends Licht abbekommt (Westausrichtung) hellgrün, wohingegen die Blätter der Orchidee mit Südausrichtung eine gesunde dunkelgrüne Farbe aufweisen. 

Foto: Vergleich von zwei Orchideen, welche an verschiedenen Fenstern im selben Haus kultiviert wurden. Orchidee links: Standort Westfenster, Orchidee rechts: Standort Südfenster.

 

Ich würde daher Phalaenopsis Orchideen im Frühling, Herbst und Winter immer auf Fensterbänken mit Südausrichtung kultivieren. Im Sommer ist dies auch in Ordnung, solange man tagsüber für eine ausreichende Beschattung sorgt (z.B. Rolladen absenken). Besitzt man kein Fenster mit Südausrichtung, kann man natürlich auch Ost oder West Fensterbänke benutzen. Nördlich ausgerichtete Fenster sind auf Grund von Lichtmangel nicht für die Haltung von Phalaenopsis Orchideen geeignet.

 

Dieses Fenster ist beispielsweise nach Süden ausgerichtet und bietet somit tagsüber ausreichend Lichtstunden für die Jungpflanzen.

 

Gießen und Düngen:

Phalaenopsis Orchideen benötigen einmal pro Woche Wasser. Dabei kann man entweder den gesamten Topf in einen Eimer mit Wasser tränken oder mit der Gießkanne einfach von oben das Substrat rund um die Pflanze befeuchten. Ich verwende zweitere Methode, da sie bei der Menge an Pflanzen viel einfacher und schneller durchzuführen ist. Was man jedoch beim gießen mit der Gießkanne auf jeden Fall beachten sollte, ist kein Wasser in den Blattachsen der Orchideen zurückzulassen. Außerdem mögen Orchideen keine Staunässe!! Das bedeutet das nach jedem Gießen das Wasser in der grünen Wanne abgekippt werden muss. Bis zum nächsten gießen darf das Substrat im Topf ruhig vollständig abgetrocknet sein.

 

Die allermeisten Orchideen welche zugrunde gehen, sterben an Wurzelfäule bedingt durch Staunässe. Also daran, dass sie zu oft und zuviel gegossen wurden und die Pflanzen somit im Übertopf dauerhaft im Wasser standen. Beachtet man die Grundregel von: Einmal pro Woche gießen und Wasser vom Übertopf abkippen, kann man eine Orchidee nicht töten!!!

 

Weiterhin dünge ich meine Orchideen einmal im Monat mit speziellen Orchideendünger. Auch beim Düngen kann man meiner Meinung nach nicht allzuviel falsch machen solange man sich an die empfohlenen Dünge Mengen pro Liter Wasser hält. Ich mische den Dünger einfach zum Gießwasser hinzu und gieße sonst ganz normal mit der Gießkanne. Gedüngt wird bei mir das gesamte Jahr über ohne Winterpause. Bis jetzt bin ich damit sehr gut gefahren und meine Orchideen Jungpflanzen nehmen den Dünger dankbar an.

 

Fazit: Orchideen sind eigentlich sehr pflegeleicht. Außer einmal pro Woche gießen und alle vier Wochen düngen braucht man sich nicht großartig um die Pflanzen zu kümmern. Und mit etwas Geduld ist die erste Blüte der selbstgezogenen Orchideen Jungpflanzen nicht mehr weit....

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